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„Bei alten Leuten gut Wetter machen – Landjugend Mörlheim wünscht sich Treff“

Zur Gründung der Landjugend Mörlheim im Jahr 2002.

Jugendliche haben in Landau-Mörlheim eine Ortsgruppe der Pfälzer Landjugend gegründet. Sie stehen noch ganz am Anfang ihrer Arbeit, denn der Verein existiert erst seit Ende Mai. Die Idee zur Gründung der Landjugend in Mörlheim stammt von ebenfalls jungen Leuten aus umliegenden Gemeinden.
Nico (15) möchte mit der Gruppe das Image der Jugend im Dorf verbessern. Noch trifft man sich immer an Bushaltestellen und in Gaststätten, da es in Mörlheim keinen Jugendtreff gibt. Besonders ältere Leute hätten kein Verständnis für die oft lautstarken Treffen auf der Straße. Mit guten Gesten will die Landjugend sie nun besänftigen. Sie möchte den Spielplatz säubern, alte Bänke streichen und graue Blumentöpfe bemalen. Sie will außerdem einen Brunch für ältere Leute organisieren oder sich beim Altennachmittag einbringen.
Julia (16), die zu den ründungsmitgliedern zählt, findet die Landjugend gut, da sie dort ihre Freunde trifft und auch neue Jugendliche kennen lernen kann. Die jungen Leute denken nun über eine Fahrradtour mit anschließendem Grillen, eine Nachtwanderung und eine Party nach. Zur Zeit treffen sie sich noch zu Hause, da ihnen bisher kein öffentlicher Raum zur Verfügung steht. Sie hoffen allerdings, dass sie bald einen finden.
Norman (13) ist der Landjugend beigetreten, da er sich gerne mit anderen Jugendlichen trifft und sich besonders auf das geplante Zelten freut. Sandra (17) nimmt schon eifrig an Gruppenleiterseminaren teil, um sich auf ihre spätere Aufgabe in der Gruppe gut vorzubereiten. In einem solchen Seminar lernen die Teilnehmer, wie sie neue Mitglieder anwerben können. Es findet auch ein Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern einzelner Vereine statt. Außerdem werden Konzepte für Freizeitgestaltung und Ausflugsplanung vorgestellt.
In nächster Zeit ist ein Schnuppertauchkurs geplant. Ein PC-Kurs wird ebenfalls angeboten. Neben Partys sind Videoabende, Spiel- und Bastelnachmittage für Jüngere vorgesehen.
Die Jugendliche sind noch in der Planungsphase, die Treffen verlaufen ihrer Meinung nach witzig und locker. Jeder kann sich einbringen. Es werden Veränderungen besprochen und jedes Mal kommen weitere Jugendliche hinzu. Tobias (17) betont, dass jeder willkommen sei. Man sollte allerdings unternehmungslustig, kontaktfreudig und verantwortungsbewusst sein. Neben dem geeigneten Raum suchen die Jugendlichen Möbel und eine Tischtennisplatte. Bei der Deutschen Bahn hat man nach einem alten Eisenbahnwagon gefragt, den man auf die nicht mehr genutzten Gleise stellen könnte. Aber bis jetzt wartet man noch auf eine Rückmeldung. Die Landjugend wird sich auch bald beim Kulturkreis vorstellen. Es laufen gerade Gespräche mit der Stadt Landau, aber die Zuschüsse, die gebilligt würden, seien einfach zu gering, findet die Vorsitzende Claudia Klingner-Kaufmann.
Noch haben die Jugendlichen in Landau- Mörlheim einiges an Arbeit vor sich. Doch sie beteuern, dass es ihnen Spaß mache, alles für einen neuen Treff zu tun.